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Rennsteigradtour 25. - 27.05.07 |
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Also haben wir jede Menge Klamotten eingepackt, um allen möglichen Wetterkapriolen zu trotzen und sind am Freitag Morgen mit dem Zug Richtung Hörschel aufgebrochen.
Um 13 Uhr starteten wir am Rennsteigwanderhaus in Hörschel. Der Rennsteigradweg verläuft hier gleich ziemlich weit weg vom eigentlichen Rennsteig, um den ersten gewaltigen Anstieg zu umfahren. Wie sich herausstellte war aber diese Umfahrung auch ziemlich steil. Im weiteren Verlauf unserer Tour kamen leider noch schlimmere Anstiege wie sich zeigen wird. Es ging also weiter stetig bergauf und kurz vor der hohen Sonne haben wir uns das erste Mal verfahren. Warum? Wegweiser abgebrochen und irreführend abgelegt. An der Hohen Sonne haben wir unsere erste größere Rast gemacht um endlich mal ein gekühltes Getränk zu uns zu nehmen.
Ca. 1 km nach der hohen Sonne wurden die Trinkflaschen mit frischem Quellwasser gefüllt und weiter geht es Richtung Inselsberg. Am Glöckner konnten wir schön die ganze Gewalt des Orkans Kyrill sehen, denn hier steht auf einigen Quadratkilometern kein Baum mehr. Weiter geht es am Dreiherrenstein vorbei in Richtung unseres ersten Etappenziels. Da auf einmal alle Beschilderungen gefehlt haben und wir gar nicht so richtig wussten wo wir sind, musste eine quer Feld ein-Schiebpassage gewählt werden, um wieder in erschlossenere Gebiete zu finden. Richtig hart wurde es dann noch einmal vor dem Inselsberg, denn wir wollten hier nach Winterstein in die Übernachtung abbiegen. Aber irgend jemand hat wohl vergessen dort oben die Orte am Fusse des Inselsberges auszuschildern. Dieser erste Tag endete mit einer herrlichen Abfahrt nach Winterstein in die Pension. Ein starkes Gewitter, das noch bis lang in die Nacht tobte erlebten wir von der Pension aus - trocken. Frisch
ausgeruht ging es Samstag morgen in Richtung Inselsberg. Wir
wählten die Landstraße über Tabarz um zur Grenzwiese und
weiter auf den Gipfel zu gelangen. Bei inzwischen wieder sehr
heißen Außentemperaturen waren wir auch nach 1 Stunde auf dem
Gipfel des Großen Inselsberges angelangt. Das waren von
Winterstein ca. 475 Höhenmeter für uns.
Leider musste Marc den Anstrengungen Tribut zollen, es ging nichts mehr, er gab auf. Zu dritt ging es weiter zur Ebertswiese. Das beste Essen entlang des Rennsteiges, bei netter Bedienung und zügiger Abwicklung. So wie es der Wander- oder Radtourist braucht, man will ja schließlich am Ende des Tages ein bestimmtes Ziel erreichen. Stetig leicht bergauf geht es jetzt weiter Richtung Oberhof. Da der Rennsteigradweg aber vor dem Grenzadler viele Kilomter nicht auf dem Wanderweg verläuft entschlossen wir uns den Wanderweg zu nehmen. Wir kamen auch super voran bis zum Sperrhügel. Hier dachten wir wir stehen vor einer Wand, also schieben. Am Rondell in Oberhof haben wir uns dazu entschlossen jetzt häufiger die Straße zu benutzen, denn bis zu unserem Ziel an diesem Abend, Friedrichshöhe, war es noch ziemlich weit. Der Rennsteig und die Rennsteigstraße verlaufen hier parallel oder treffen sich öfter.
Am großen Dreiherrenstein, dem Mittelpunkt des Rennsteiges, konnten wir sicher sein Friedrichshöhe vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Telefonisch haben wir eine Übernachtung ausgemacht. Weiter ging es durch Neustadt nach Masserberg. Hier gönnten wir uns noch einen kleinen Verschnaufer, vor dem Anstieg zur Rennsteigwarte, denn wir wollten hier unbedingt den originalen Rennsteig befahren und - wieder sausteil. In Friedrichshöhe trafen wir 19:30 ein. 30 Minuten eher als ausgerechnet. Die Pension "Arnika" war der Traum. Es wurde sogar noch extra für uns ein Abendessen zubereitet, obwohl die Zeit dafür schon vorüber war. Auch dieses Essen war super - wie bei Muttern. Am Sonntagmorgen ging es pünktlich 9:00 Uhr los schließlich wollten wir ja noch den letzten Zug in Blankenstein erreichen. Leider hatte sich Steffen bei einem Faststurz vor Oberhof leicht weh getan. Die Schmerzen wurden an diesem Tag immer schlimmer, sodass wir etwas langsamer waren als geplant. Ab Neuhaus geht der Rennsteig nun überwiegend bergab, meist gleitet man so dahin, bis auf ein paar kleinere Anstiege. Kurz vor Spechtsbrunn auf dem Roten Berg hat man noch einmal herrliche Sicht. Es war uns möglich am Horizont den Sendemast des Ochsenkopf(Frankenwald) zu sehen. In Steinbach am Wald besuchten wir die Sparkasse in der ich 1989 meine ersten 100 DM abgeholt habe. Im Freizeitheim von Steinbach gab es Mittag und weiter
ging es auf die letzten Kilometer. Den Rennsteigradweg haben wir
im Bereich von Lehesten gemieden und sind dem Wanderweg gefolgt.
Das war eine sehr interessante Fahrt über unzählige Wurzeln.
Aber wir haben den ehemaligen Todesstreifen dabei sehr schön
erlebt. Bei Rodacherbrunn hätten wir uns fast noch einmal
verfahren, aber da man am Rennsteig nur freundliche Menschen
trifft, war es kein Problem wieder den Weg zu finden. Kurz vor
16:00 Uhr waren wir dann in Blankenstein am Ziel unserer Tour
angelangt. Nach 208 km und fast 15 Stunden Fahrzeit war der Rennsteig Geschichte. Die vielen Klamotten, für alle Wetter, haben wir umsonst auf dem Rücken geschleppt, denn wir haben nicht einen Tropfen Regen oder ähnliches abbekommen - ausschließlich sonnig. |
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Weitere Bilder der Radtour unter Fotos. |
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